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Feste

Das Gothardusfest
(Auszüge aus "Die Feste der Altschützen" von Hans-Joachim Beck, Mitglied des Ehrenvorstandes der ASG)

Das Gothardusfest findet jedes Jahr am ersten Mai-Wochenende statt. Als die Gothaer einst ihr Fest zu Ehren ihres Stadtpatron im ausgehenden Mittelalter zu feiern begannen, taten sie dies in der Hoffnung, der heilige Gothardus möge die Stadt und ihre Bürger vor Kriegen, Feuer, Seuchen und anderem Unheil der Elemente bewahren.
Mit einer Prozession der Schützen um die Mauern der Stadt und dem achtungsvollen Gruß an die Torwachen fing alles an.
Der Gothardus soll jenen Abt Godehard von Hersfeld (später Bischof von Hildesheim) darstellen, der sich möglicherweise um die Entwicklung Gothas verdient gemacht hat. Seit etwa 1250 erkoren ihn die Gothaer zu ihrem „URBIS GOTHAE PATRONUS“, dem Stadtpatron. Er wurde im Wappen der Stadt und später auch als silberne Figurine am Kleinod der Schützen getragen. Sankt Gothardus stellte eine symbolische Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und den Menschen dar.
Als in Deutschland im Jahre 1990 wieder Einigkeit und Recht und Freiheit zu den wichtigsten Lebenswerten wurden, nahmen sich die Gothaer auch die Freiheit, den 5. Mai, den Namenstag des Sankt Gothardus, mit einem Fest zu begleiten.

Gothardus

Freitag: Man hatte den Lichterumzug mit Lampions und Fackeln als ersten Teil des Festes gewählt. Heute zieht Sankt Gothardus, der vom Altschützen Lutz Büchner von 1994 bis 2004 meisterhaft dargestellt wurde (heuer hat ihn der Altschütze Georg Exner abgelöst), vom Rathausturm - dem Mittelpunkt des Festes - wieder den einstigen Weg „um die Mauern der Stadt“. Dabei wird er begleitet von den „Historischen Gothaer Torwachen“. Der Lichterzug zieht gewissermaßen um die alte Stadtmauer bis hin zur Orangerie. Wer bis dahin in der riesigen Menge vom Geschehen an der Spitze des Zuges noch nicht viel sah, erlebt beim Einzug in die Orangerie einen faszinierenden Anblick. Ein Lichtermeer von Tausenden Windlichtern umfasst die Rabatten der barocken Gartenanlage. Überwältigt und gerührt von diesem Lichtermeer wird dem Teilnehmer nun der Höhepunkt geboten. Zischend, krachend und knallend ergießt ein Höhenfeuerwerk seine Farbenflut über die wohl an die 10.000 Menschen, die ihrem Sankt Gothardus bis hier gefolgt sind. - Effektvoller und spektakulärer kann ein Fest wohl nicht beginnen.

Samstag: Am Samstag findet ein großer Festumzug statt, der jährlich mit wechselnder Thematik gestaltet wird.
Schon im Jahr 1997 führten an die Tausend Teilnehmer im großen Festzug Bilder aus vielen Jahrhunderten der Gothaer Stadtgeschichte vor. Bei prächtigem Wetter säumten Zehntausende Bürger die Strassen der Marschroute und jubelten den Darstellern zu.

Darsteller beim Gothardusfest Der Umzug

Sonntag: Sonntags vergnügen sich alle Bürger der Stadt bei regem Markttreiben und vielen Unterhaltungsmöglichkeeiten an Ständen und auf Bühnen im Zentrum von Gotha.

Der Handwerkermarkt gehört zu den ersten und ursprünglichen Teilen des Festes. Er fand bisher wechselweise auf dem idyllischen Buttermarkt und auf dem Jacobsplatz nördlich des Rathauses statt. Zum Zeremoniell gehört schon seine Eröffnung am Samstag durch den Rundgang des Gothardus mit dem Stadtoberhaupt und sich anschließenden Bürgern. Die Marktstände der Vereine, genannt Informationsstrasse, verdankt das Fest dem Urania-Kultur- und Bildungsverein e.V. Rund um das Rathaus informieren gemeinnützige Vereine der Stadt Gotha über ihr Wirken. Erstaunlich, welchen Anklang das findet, und man kann nur jedem Verein raten, die Gelegenheit zu nutzen, um für sich zu werben. Der Bürger staunt über so manches, was er bisher nicht wusste. Zugleich wird an der Info-Straße deutlich, wie vielfältig das Vereinsleben in Gotha ist, und dass gerade die Vereine es sind, die in ihrer Gemeinschaft menschliche Werte pflegen und die das Leben in der von Arbeit freien Zeit bereichern.
Das Unterhaltungsprogramm des Gothardus- Festes wird vorwiegend auf der großen Hauptbühne an der Südseite des Rathauses dargeboten. Hier engagieren die Mitarbeiter des Eigenbetriebes Kultur stets attraktive Ensembles oder Solisten. Vom Pop- oder Beatkonzert bis zur klassischen Orchesterdarbietung durch die Thüringenphilharmonie Gotha- Suhl wird für viele Besucher etwas Musikalisches geboten. Auch das Gothaer Show-Orchester hat die Zuhörer mit modernen Rhythmen schon oft mitgerissen.


Goth'scher Scheibenschütz

Mit dem „Goth´schen Scheibenschütz“ pflegt die ASG das traditionelle Scheibenschießen auf handgemalte Schießscheiben mit verschiedenen Motiven. Das Motiv bestimmt dabei immer der Scheibenschütz des Vorjahres.


Das Schützenfest

Die Festwoche des Schützenfestes (01.08. - 09.08.2008) gliedert sich in den Empfang der Kleinodien und Ausmarsch zum Königsschießen, den Schießwettbewerben - auch Hauptschießen genannt, den Gothaer Schützen-Zapfenstreich und den Königsball.
Zahlreiche Wettbewerbe werden ausgeschossen, so z. B. der Schützenkönig mit seinen zwei Rittern, die Kommunalgarde, der Bürgerpokal, der Pressepokal, der Damenpokal ...
Neben dem Königsschiessen werden die 12 besten Schützen ermittelt, die in der Kommunalgarde Dienst tun. Die Kommunalgarde war ursprünglich eine Trabantengarde, die als Ehrengeleit fungierte. Diese Aufgabe wird heute stellvertretend von der „Historischen Torwache“ wahrgenommen, die Angehörigen der Kommunalgarde bilden heute den Schießausschuss.
Anlässlich des jährlichen Schützenfestes wird traditionell mit dem Bogen auf den Vogel geschossen und der „Goth´sche Vogelschütz“ ermittelt.


Empfang der Kleinodien und Ausmarsch zum Königsschießen
(Bilder von 2006):
Vergabe der Schützenketten Umzug Eröffnung der Schießwettbewerbe

Die Schießwettbewerbe:
Schießwettbewerbe Auswertung der Ergebnisse Vergabe von Urkunden und Pokalen

Der Gothaer Schützen-Zapfenstreich:
Aufnahme des  Königs in den Kreis Schützenbrüder zum Schützen-Zapfenstreich Blasorchester zum Schützen-Zapfenstreich

Der Königsball:
In geselliger Runde beim Königsball Nach Verkündung des neuen Königshauses Das Bufett

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Das Hubertusfest

Die Geschichte des Festes bezieht sich auf den heiligen Hubertus von Lüttich (geb. um 655 in Toulouse; gest. 30. Mai 727 in Tervueren bei Lüttich, Belgien).
Hubertus lebte als Landgraf am Hof Theoderichs II. in Paris, später in Metz am Hofe Pippins des Mittleren, mit dem er wohl verwandt war. Als seine Frau verstarb ging Hubertus als Einsiedler in die Wälder der Ardennen, wo er apostolisch tätig war. 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht. 716 verlegte er seinen Bischofssitz nach Lüttich. Er ließ dort eine Kathedrale bauen, galt aber auch als fürsorglicher Wohltäter.
Seit dem Mittelalter wird die Hubertus-
Legende erzählt, nach der er auf der Jagd von einem prächtigen Hirsch mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih bekehrt wurde. Deshalb wird Hubertus als Schutzpatron der Jagd, der Natur und Umwelt, der Schützen, der Kürschner, Metzger, der Metallarbeiter, Büchsenmacher, Optiker und Hersteller von mathematischen Geräten angesehen.
Die Altschützen tragen traditionell zum Hubertusfest am 03. November, bzw. dem darauf folgenden Samstag, ein rotbraunes Lederbändchen am Schützenrock, zum Gedenken an den Schutzheiligen.
Der Wettkampf wird mit der Armbrust geschossen; der Sieger wird "Tell" des Jahres.

Die bisherigen Gewinner des Hubertus-Pokals: Guido Rudolph (1990), Hans-Joachim Beck (1991), Jürgen Immel (1992), Gerhard Gerski (1993), Helmut Liewald (1994), Sieglinde Trott (1995), Klaus Kehr (1996), Helmut Liewald (1997), Jürgen Immel (1998), Gerhard Gerski (1999), ? (2000), ? (2001), Joachim Geyer (2002), ? (2003), Jürgen Frankenberg (2004), ? (2005), Gerlinde Walther (2006)

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Das Antoniusfest

Auch "Weihnachtsgansschießen" genannt, stellt den Abschluss des Sport- und Festejahres dar. Dabei sind allerdings nicht nur die Fähigkeiten als sicherer Schütze gefragt, sondern auch das Glück spielt für alle Teilnehmer eine entscheidende Rolle.
Zunächst wird ein Schießwettbewerb durchgeführt mittels Armbrust. Dann muss jeder Schütze sein Geschick im Würfeln beweisen. Die geschossene Ringzahl wird mit dem Würfelergebnis multipliziert. Gewinner der Weihnachtsganz ist der Schützenkamerad oder die Schützenschwester mit dem höchsten Ergebnis.

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